Wenn man in einer Försterfamilie aufwächst, wird einem die Verbundenheit und Liebe zur Natur gewissermaßen in die Wiege gelegt. Alles was ich heute über die Natur, den Wald und seine Bewohner weiß, verdanke ich meinen Großeltern. Als ich zur Welt kam, stellte mein Opa seine Leidenschaft für die Forstlehre und seinen langjährigen Dienst zur Erhaltung des Waldes in den Hintergrund – um mir seine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken.

 

 

Im Alter von drei Jahren brachte er mir so viele lateinische Bezeichnungen der Flora und Fauna bei, wie mein kleiner Kopf zu behalten vermochte. Jeder Käfer wurde auf die Hand gesetzt, jedes Blatt gepresst und jeder Vogelgesang verinnerlicht.

 

All sein Wissen, die Magie seiner Geschichten und seine unnachahmliche Aura im Umgang mit den Tieren des Waldes – werden mich mein Leben lang begleiten.

 

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Vor etwa zwei Jahren entdeckte ich die alten Aquarell-Pinseln meiner Mama und es keimte der Gedanke, es selbst einmal zu versuchen - obgleich Kunst in meinem Leben bis zu diesem Zeitpunkt keine allzu tragende Rolle spielte. Ich tauchte schnell ein, in eine Welt voller Inspiration und entdeckte die Kunst als Mittler all dieser Ideen. Es fühlte sich beinahe an, als hätte ich nie zuvor etwas Anderes gemacht.

 

Heute ist die Kunst für mich nicht mehr wegzudenken. Sie ist meine tägliche Meditation, - kostbare Entschleunigung in einer so schnelllebigen Welt und die Brücke hin zu jenem Ort, an dem ich all die kostbaren Erinnerungen vergangener Tage hüte.

 

Zu illustrieren bedeutet für mich, meiner Fantasie Kontur zu verleihen

– und durch die Verbundenheit zur Natur mit Farbe und Leben zu füllen.